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<title>Start (Luftfahrt)</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Start (Luftfahrt)</span></h1>
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<p>Der <b>Start</b> oder <b>Abflug</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic">takeoff</span> oder <span lang="en"><i>take-off</i></span>) ist in der <a href="Luftfahrt" title="Luftfahrt">Luftfahrt</a> der Beginn des Fluges eines <a href="Luftfahrzeug" title="Luftfahrzeug">Luftfahrzeuges</a> von einem <a href="Flugplatz" title="Flugplatz">Flugplatz</a> oder einem anderen Startplatz – wie einem <a href="Hubschrauberlandeplatz" title="Hubschrauberlandeplatz">Hubschrauberstartplatz</a>, einem <a href="Gew%C3%A4sser" title="Gewässer">Gewässer</a>, einem <a href="Flugzeugtr%C3%A4ger" title="Flugzeugträger">Flugzeugträger</a> oder einer <a href="Flugzeugtr%C3%A4ger#Schanzenstart" title="Flugzeugträger">Rampe</a>. Mit dem Abheben beginnt das Flugobjekt je nach Bau- oder Nutzungsart zu <a href="Fliegen_(Fortbewegung)" title="Fliegen (Fortbewegung)">fliegen</a> (<a href="Flugzeug" title="Flugzeug">Flugzeuge</a>, <a href="Drehfl%C3%BCgler" title="Drehflügler">Drehflügler</a>, <a href="H%C3%A4ngegleiter" title="Hängegleiter">Hängegleiter</a> etc.) oder zu schweben (<a href="Luftschiff" title="Luftschiff">Luftschiffe</a>, <a href="Hei%C3%9Fluftballon" title="Heißluftballon">Heißluftballons</a>, <a href="Gasballon" title="Gasballon">Gasballons</a> etc.). Gemäß der ICAO-Begriffsdefinition erstreckt sich der „Start“ vom Setzen der Startleistung (bzw. Beginn des Rollvorgangs bei motorlosen Luftfahrzeugen) bis zum Erreichen einer Höhe von 35 Fuß (10,67 Meter) über dem Boden oder dem Einziehen des Fahrwerks.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Abheben, nicht der gesamte Startvorgang, ist ein einleitendes <a href="Flugman%C3%B6ver" title="Flugmanöver">Flugmanöver</a> für den <a href="Steigflug" title="Steigflug">Steigflug</a>.
</p><p>Beim Abheben muss das Objekt die <a href="Gewichtskraft" title="Gewichtskraft">Gewichtskraft</a> überwinden. Daher muss die Auftriebskraft stärker als die Gewichtskraft sein. Die Startart ist bauart- und nutzlastbedingt verschieden. Die meisten Flächenflugzeuge beschleunigen in der Horizontalen, bis sie ihre Abhebegeschwindigkeit erreicht haben. Ausnahmen sind <a href="Senkrechtstart_und_-landung" title="Senkrechtstart und -landung">Senkrechtstarter</a> und Mischformen zwischen Drehflüglern und Flugzeugen wie etwa <a href="Flugschrauber" title="Flugschrauber">Flugschrauber</a> oder <a href="Wandelflugzeug" title="Wandelflugzeug">Wandelflugzeuge</a>. <a href="Hubschrauber" title="Hubschrauber">Hubschrauber</a> und andere Drehflügler erzeugen die Kraft zur Überwindung der Gewichtskraft mithilfe von rotierenden Rotorblättern und müssen sich daher beim Start nicht horizontal bewegen. Raketen entzünden flüssige oder feste <a href="Brennstoff" title="Brennstoff">Brennstoffe</a> zur Gewinnung von <a href="R%C3%BCcksto%C3%9F" title="Rückstoß">Rückstoßkraft</a>, um sich fortzubewegen.
</p><p>Bei Flugzeugen und Hubschraubern wird von <i>Abheben</i>, bei Ballons und Luftschiffen jedoch von <i>Aufstieg</i> gesprochen. Auch in der <a href="Raumfahrt" title="Raumfahrt">Raumfahrt</a> wird z.&nbsp;B. bei einer <a href="Rakete" title="Rakete">Rakete</a> von einem <i><a href="Raketenstart" title="Raketenstart">Raketenstart</a></i> gesprochen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Startvorbereitung">Startvorbereitung</h2></div>

<p>Um einen erfolgreichen Start zu gewährleisten, finden im Vorfeld teilweise umfangreiche Vorbereitungen statt. Während in der <a href="Allgemeine_Luftfahrt" title="Allgemeine Luftfahrt">allgemeinen Luftfahrt</a> der Pilot bei der Bewältigung dieser Aufgaben meist auf sich allein gestellt ist, sind in der Verkehrsfliegerei mehrere organisatorische Abteilungen dafür aufgeboten.
</p><p>Der <a href="Flugwetter" class="mw-redirect" title="Flugwetter">Flugwetterdienst</a> stellt über persönliche Beratung, fernschriftliche Aussendungen, <a href="Internet" title="Internet">Internet</a> und <a href="Automatic_Terminal_Information_Service" title="Automatic Terminal Information Service">Automatic Terminal Information Service</a> (ATIS) die Informationen über Wetter am Abflugort, Streckenwetter und Wettervorhersage für den Zielflugplatz und Ausweichflugplätze zur Verfügung.
Auch über mögliche Vereisungsbedingungen gibt der Flugwetterdienst Auskunft. Vereisungsbedingungen am Boden stellen eine Gefahr für den Start dar, weil Eis an den Tragflächen die <a href="Aerodynamik" title="Aerodynamik">Aerodynamik</a> deutlich verschlechtert und das <a href="Startgewicht" title="Startgewicht">Startgewicht</a> des Luftfahrzeugs erhöht.
</p><p>Der <a href="Flugzeugenteisung" title="Flugzeugenteisung">Enteisungs</a>-Dienst kann die Oberflächen des Flugzeugs von Schnee und Eis befreien. Enteisungsmittel ist ein Gemisch aus Wasser, Alkohol (<a href="Ethylenglycol" title="Ethylenglycol">Glycol</a>) und Zusatzstoffen. Anschließend können die Oberflächen mit einer gelartigen, alkoholischen Flüssigkeit überzogen werden, die für eine gewisse Zeit den neuerlichen Ansatz von Eis oder Schnee verhindert. Die Zeit, die mindestens vom Beginn der Oberflächenbehandlung bis zum Start zur Verfügung steht, nennt man <i>hold over time</i> (HOT). Sie ist in Tabellen festgelegt und ist abhängig von der Güte und der Konzentration der Enteisungsflüssigkeit, der Außentemperatur und der Art des <a href="Niederschlag" title="Niederschlag">Niederschlages</a>. Die Piloten müssen darauf achten, die HOT nicht zu überschreiten. Im Falle einer unvorhergesehenen Verzögerung vor dem Start muss der Enteisungsvorgang wiederholt werden.
</p><p>Flugverkehrskontrollstellen (<a href="Air_Traffic_Control" class="mw-redirect" title="Air Traffic Control">ATC</a>) nehmen telefonisch, schriftlich oder fernschriftlich bzw. via Internet Flugpläne entgegen und erteilen Abflugbeschränkungen, so genannte <i><a href="Slot_(Luftfahrt)" title="Slot (Luftfahrt)">slots</a></i>, falls die Verkehrsdichte es erfordert. Flugplanungsbüros berechnen mit einem geschätzten Abfluggewicht die günstigste Flugroute und Flughöhe und den daraus resultierenden Bedarf an Treibstoff.
</p><p>Alle für die Durchführung des Fluges relevanten Informationen über die Einsatzbereitschaft von <a href="Flughafeninfrastruktur" title="Flughafeninfrastruktur">Flugplatzeinrichtungen</a>, <a href="Flugnavigation" title="Flugnavigation">Flugnavigationshilfen</a> und anderen täglich wechselnden Bedingungen wie etwa Bautätigkeit im Bereich von Flughäfen werden über die ATC in Form von <i>Notices To Air Men</i> (<a href="NOTAM" title="NOTAM">NOTAM</a>) weitergegeben. Die Piloten sind verantwortlich für die Kenntnisnahme der in den NOTAM publizierten Informationen.
</p><p>Der technische Status wird in der Regel in einem am Flugzeug verbleibenden <a href="Logbuch" title="Logbuch">Logbuch</a>, auch TechLog (kurz für <i>technical logbook</i>) genannt, dokumentiert. Sind darin keine Einträge vermerkt, kann der Pilot davon ausgehen, dass alle technischen Systeme des Luftfahrzeuges einwandfrei funktionieren. Sind Einträge durch Piloten oder Wartungspersonal vorhanden, liegt es am Piloten, durch seine Unterschrift die Betriebsklarheit des Flugzeuges zu bestätigen. Um diese Entscheidung zu ermöglichen, geben die Flugzeughersteller eine Liste heraus, die die minimalen technischen Voraussetzungen für das jeweilige Flugzeug auflistet. Diese Liste wird <i>Minimum Equipment List</i> genannt (MEL) und muss von der <a href="Luftfahrtbeh%C3%B6rde" title="Luftfahrtbehörde">Luftfahrtbehörde</a> des Betreiberstaates anerkannt sein.
</p><p>Findet ein Pilot oder ein Flugzeugwart ein System als fehlerhaft vor, trägt er diesen Fehler ins TechLog ein. Erlaubt die MEL den Betrieb des Flugzeuges trotz des Fehlers, kann der Flug durchgeführt werden. Die MEL ist nur vor dem Start relevant. Fehler, die nach dem Start auftreten, werden nach Möglichkeit nach <a href="Checkliste" class="mw-redirect" title="Checkliste">Checklisten</a> abgearbeitet. Die Problemlösungskompetenz liegt im Flug voll und ganz beim Piloten, er kann auch ohne Zustimmung der ATC Entscheidungen treffen. Er haftet unter Umständen auch persönlich für strafrechtliche oder wirtschaftliche Folgen.
</p><p>Der Pilot muss vor jedem Flug eine <a href="Preflight-Check" title="Preflight-Check">Vorflugkontrolle</a> durchführen und sich über die Information im TechLog hinaus von der Lufttüchtigkeit des Flugzeuges überzeugen. In der allgemeinen Luftfahrt bestimmt das Flugzeughandbuch über die zu überprüfenden Bereiche, in der Verkehrsfliegerei dienen dazu verbindliche Checklisten.
</p><p>Sofern sie Triebwerksstart und Bewegung eines Flugzeuges betreffen, werden Startabläufe eng mit der Flugsicherung bzw. Flugplatzaufsicht <a href="Flugfunk" title="Flugfunk">kommuniziert</a>. An kontrollierten Flugplätzen gibt es verschiedene Ansprechpartner der <a href="Flugsicherung" title="Flugsicherung">Flugsicherung</a>. In der Regel nimmt der (Ko)pilot zunächst mit der Stelle Kontakt auf, die den <a href="Flugplan" title="Flugplan">Flugplan</a> aktiviert und die Streckenfreigabe erteilt (<i>clearance delivery</i>), dann fragt der (Ko)pilot um Rollfreigabe bei der Bodenkontrollstelle an (<i>ground</i>), von der der (Ko)pilot gegebenenfalls an den Enteisungsdienst weitergegeben wird. Der letzte Ansprechpartner am Boden ist der <a href="Tower_(Flugplatz)" class="mw-redirect" title="Tower (Flugplatz)">Tower</a> (<i>tower</i>), der die <a href="Startfreigabe" title="Startfreigabe">Startfreigabe</a> erteilt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Technik">Technik</h2></div>
<p>Gewöhnliche <a href="Flugzeug" title="Flugzeug">Flugzeuge</a> benötigen eine <a href="Start-_und_Landebahn" title="Start- und Landebahn">Startbahn</a>, auf der sie bis zum Abheben beschleunigen können (<a href="CTOL" class="mw-redirect" title="CTOL">CTOL</a> – Conventional Take-Off and Landing) bzw. auf der sie beim Landen nach dem Aufsetzen bremsen können. Einige Flugzeuge haben ein besonders robustes <a href="Fahrwerk_(Flugzeug)" title="Fahrwerk (Flugzeug)">Fahrwerk</a>; dieses ermöglicht ihnen das Starten und Landen auf Naturpisten.
</p><p><a href="Senkrechtstart_und_-landung" title="Senkrechtstart und -landung">Senkrechtstarter</a>, <a href="Hubschrauber" title="Hubschrauber">Hubschrauber</a>, <a href="Ballon" title="Ballon">Ballons</a>, <a href="Rakete" title="Rakete">Raketen</a> und <a href="Luftschiff" title="Luftschiff">Luftschiffe</a> nutzen einen <a href="Start-_und_Landeplatz" title="Start- und Landeplatz">Start- und Landeplatz</a>; sie können fast überall starten und <a href="Au%C3%9Fenlandung" title="Außenlandung">'außenlanden'</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Flugzeuge">Flugzeuge</h3></div>




<p>Gewöhnliche Flugzeuge starten von einer Startbahn und benötigen zum Starten eine <a href="Fluggeschwindigkeit" title="Fluggeschwindigkeit">Mindestgeschwindigkeit</a> relativ zur umgebenden Luft. Diese beträgt bei Verkehrsflugzeugen zwischen 250 und 345&nbsp;km/h, <a href="Leichtflugzeug" title="Leichtflugzeug">Leichtflugzeuge</a> benötigen etwa 80 bis 150&nbsp;km/h, Gleitschirme ca. 20&nbsp;km/h, <a href="H%C3%A4ngegleiter" title="Hängegleiter">Hängegleiter</a> 20 bis 25&nbsp;km/h. Flugzeuge rollen auf stickstoffgefüllten <a href="Flugzeugreifen" title="Flugzeugreifen">Flugzeugreifen</a>. Die Räder laufen bzw.&nbsp;rollen nur frei mit, d.&nbsp;h., sie werden nicht wie bei einem <a href="Kraftfahrzeug" title="Kraftfahrzeug">Kraftfahrzeug</a> angetrieben, sind jedoch meist mittels der Radbremsen bremsbar. Gleitschirme und Hängegleiter müssen beim üblichen <i>Laufstart</i> fußläufig auf die nötige Geschwindigkeit beschleunigt werden.
</p><p><a href="Motorflugzeug" title="Motorflugzeug">Motorflugzeuge</a> starten von der Horizontalen aus, indem sie mittels Propeller- oder Triebwerksschub stark beschleunigen. Der Startlauf muss geradlinig erfolgen. Dabei ist Gegenwind ideal und Seiten- oder Rückenwind ungünstig. Rückenwind schränkt die Auftriebsfähigkeit ein, Seitenwind die Steuerungsfähigkeit. <a href="Segelflugzeug" title="Segelflugzeug">Segelflugzeuge</a> werden durch fremde Hilfe (<a href="Windenstart" title="Windenstart">Winden</a>, <a href="Segelflug#Gummiseilstart" title="Segelflug">Gummiseilstart</a> oder <a href="Flugzeugschlepp" title="Flugzeugschlepp">Motorflugzeuge</a>) beschleunigt. Bei <a href="Wasserflugzeug" title="Wasserflugzeug">Wasserflugzeugen</a> werden anstelle der bereiften Fahrwerke <a href="Kufe" title="Kufe">kufenartige</a> Schwimmer eingesetzt, die während Startlaufes ins widerstandsarme <a href="Verdr%C3%A4nger_und_Gleiter" title="Verdränger und Gleiter">Gleiten</a> kommen, um die nötige Startgeschwindigkeit zu erreichen.
</p><p>Während des Startlaufs nutzen viele Flugzeuge ihre Triebwerksleistung voll aus. Besteht ein berechenbarer Leistungsüberschuss, kann die Triebwerksleistung bei Verkehrsflugzeugen auf maximal 25&nbsp;% unter <a href="Volllast" class="mw-redirect" title="Volllast">Volllast</a> reduziert werden, um die Temperatur der Triebwerke zu reduzieren und damit ihre Lebensdauer zu verlängern. Eine <a href="Anstellwinkel" title="Anstellwinkel">Anstellwinkelerhöhung</a> führt zu einem Anstieg des aerodynamischen Auftriebs an den Tragflächen, womit ab einer bestimmten Geschwindigkeit die Gewichtskraft überwunden wird und das Abheben möglich ist. Hierbei <a href="Rotationspunkt" title="Rotationspunkt">rotiert</a> das Flugzeug um seine <a href="Querachse" title="Querachse">Querachse</a>, was durch die Änderung der <a href="H%C3%B6henruder" title="Höhenruder">Höhenruder</a> bewirkt wird. Danach hebt das Flugzeug ab und steigt bis zur geplanten <a href="Flugh%C3%B6he" title="Flughöhe">Flughöhe</a> auf, wo der Steigflug endet und in den Reiseflug übergeht. Da während des Starts die Geschwindigkeit noch relativ gering ist, sind zur Verbesserung des Auftriebs und zur Vermeidung eines <a href="Str%C3%B6mungsabriss" title="Strömungsabriss">Strömungsabrisses</a> die <a href="Landeklappe" class="mw-redirect" title="Landeklappe">Landeklappen</a> etwas ausgefahren. Nach dem Start wird sehr häufig der <a href="Kurs_(Navigation)" title="Kurs (Navigation)">Kurs</a> gewechselt, da die Startbahnen nur selten der Richtung entsprechen, in die das Flugzeug gesteuert werden soll.
</p><p>Den Vorgang der Beschleunigung bis zum Rotieren nennt man <a href="Startlauf" title="Startlauf">Startlauf</a>, er stellt die erste Phase des Starts dar. Vor dem Rotieren besteht die Möglichkeit, den Start abzubrechen, ohne über das Startbahnende hinaus zu geraten.
</p><p>Um den Piloten von Flugzeugen die Entscheidung zu ermöglichen, einen Start beim Auftreten eines Problems abzubrechen oder fortzusetzen, wird eine Entscheidungsgeschwindigkeit <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle v_{1}}">
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</p><p>Kurz nach dem Abheben wird nach Möglichkeit das <a href="Fahrwerk_(Flugzeug)" title="Fahrwerk (Flugzeug)">Fahrwerk</a> eingefahren, um den <a href="Luftwiderstand" class="mw-redirect" title="Luftwiderstand">Luftwiderstand</a> zu verringern. Es gibt jedoch auch Flugzeugtypen, deren Fahrwerk nicht einfahrbar ist. Beim Start und bei der Landung gibt es zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen; Beispiele: Die Insassen müssen angegurtet sein (Schutz beim Aufprall), die Tische vor den Sitzen der Passagiere müssen hochgeklappt sein, elektrische und elektronische Geräte der Passagiere ausgeschaltet (<a href="Interferenz_(Physik)" title="Interferenz (Physik)">Interferenzen</a>) sein und das <a href="Rauchen" class="mw-redirect" title="Rauchen">Rauchen</a> ist aus Brandschutzgründen – in Deutschland generell in Flugzeugen verboten – einzustellen (Reduzierung der Zündquellen).
</p><p>Auf vielen (nicht allen) <a href="Flugzeugtr%C3%A4ger" title="Flugzeugträger">Flugzeugträgern</a> werden startende Flugzeuge zusätzlich zu ihrem eigenen Triebwerk mit einem <a href="Flugzeugkatapult" title="Flugzeugkatapult">Flugzeugkatapult</a> beschleunigt. Dies ermöglicht besonders kurze Startbahnen, siehe <a href="Flugzeugtr%C3%A4ger#Start" title="Flugzeugträger">Startbetrieb auf einem Flugzeugträger</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Senkrechtstarter">Senkrechtstarter</h3></div>
<p>Die Luftfahrzeuge des Typs <a href="VTOL" class="mw-redirect" title="VTOL">VTOL</a> (Vertical Take-Off and Landing) starten senkrecht, die seltenen <a href="Kippfl%C3%BCgel_(Flugzeug)" title="Kippflügel (Flugzeug)">Kippflügelflugzeuge</a> beherrschen sowohl den Start im Horizontal- als auch im Schwebeflug, was ihnen ähnliche Fähigkeiten wie ein Hubschrauber gibt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hubschrauber_und_Tragschrauber">Hubschrauber und Tragschrauber</h3></div>

<p>Die <a href="Hubschrauber" title="Hubschrauber">Hubschrauber</a> starten entweder von <a href="Hubschrauberlandeplatz" title="Hubschrauberlandeplatz">Hubschrauberstartplätzen</a> oder vom Gelände, seltener auch von <a href="Gew%C3%A4sser" title="Gewässer">Gewässern</a> aus. Der Hubschrauber hebt ab, wenn – nachdem der oder die Hauptrotoren durch die Triebwerke auf die notwendige Mindestdrehzahl beschleunigt wurden – der <a href="Pitch_(Aerodynamik)" title="Pitch (Aerodynamik)">Blattanstellwinkel</a> der <a href="Hauptrotor" title="Hauptrotor">Hauptrotorblätter</a> durch Ziehen des Pitchhebels kollektiv erhöht wird und der dadurch entstehende Auftrieb größer als die Masse des Hubschraubers wird. Normalerweise erfolgt ein solcher Start ohne Relativgeschwindigkeit zum Boden. Hubschrauber mit Radfahrwerken können auch ähnlich einem Flächenflugzeug aus einem Startlauf auf einer Startbahn starten, hieraus ergeben sich Vorteile hinsichtlich der möglichen Nutzlast.
</p><p><a href="Tragschrauber" title="Tragschrauber">Tragschrauber</a> (Gyrokopter) starten aus der Horizontalen mit einem Startlauf. Um die nötige Anfangsdrehzahl des freilaufenden Rotors zu erreichen, sind entweder Rollmanöver gegen den Wind oder die Nutzung einer <i>Prerotation</i>-Vorrichtung<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> hilfsweise unmittelbar vor dem Startlauf notwendig, die per Elektro- oder Hydraulikmotor oder durch eine vom Antriebsmotor angetriebene mechanische Welle eine Mindestdrehzahl sicherstellen, bevor der Rotor passiv durch die Anströmung des Fahrtwindes während des Startlaufes weiter auf Flugdrehzahl beschleunigt wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Luftschiffe">Luftschiffe</h3></div>
<p><a href="Luftschiff" title="Luftschiff">Luftschiffe</a> starten vom <a href="Ankermast" title="Ankermast">Ankermast</a> aus. Sie steigen auf, weil ihr <a href="Gas" title="Gas">Gas</a> für den Auftrieb eine geringere Dichte als die sie umgebende <a href="Luft" title="Luft">Luft</a> aufweist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ballons">Ballons</h3></div>
<p>Ballons benötigen zum Start lediglich einen Platz, der ausreicht, um die Ballonhülle zu füllen. Bei Heißluftballons wird die Luft im Ballon so weit erhitzt, dass der Auftrieb der Luft das Gewicht von Ballon und Gondel mehr als aufhebt.
</p><p>Personentragende <a href="Gasballon" title="Gasballon">Gasballons</a> starten, indem sie geleichtert werden. Das heißt, es wird Ballast abgeworfen. Bei starkem Bodenwind sitzen vier Helfer auf dem Korbrand, die auf Kommando gleichzeitig abspringen. Dadurch wird der Ballon schlagartig erleichtert, was gefährliches Schleifen auf der Startwiese verhindert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Raketen">Raketen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Raketenstart" title="Raketenstart">Raketenstart</a></i></div>
<p><a href="Rakete" title="Rakete">Raketen</a> benötigen einen <a href="Raketenstartplatz" title="Raketenstartplatz">Raketenstartplatz</a> an Land oder selten auch auf einem <a href="U-Boot" title="U-Boot">U-Boot</a> oder <a href="Raketenschiff" title="Raketenschiff">Raketenschiff</a>. Der Abschuss von Raketen im militärischen Bereich ist jedoch von <a href="Kampfflugzeug" title="Kampfflugzeug">Kampfflugzeugen</a> (im Flug) sehr verbreitet. Diese Raketen sind unter den Tragflächen oder unter dem Rumpf befestigt. Durch die Auslager des Raketenstartplatz wird das Objekt geführt nach oben oder schräg zum Himmel verschossen, bis es von selbst fliegt; dabei spricht man von einem <a href="Raketenstart" title="Raketenstart">Raketenstart</a>.
</p><p><a href="Boden-Luft-Rakete" class="mw-redirect" title="Boden-Luft-Rakete">Boden-Luft-Raketen</a> des Militärs können auch von Lastkraftwagen abgeschossen werden. Sehr kleine Raketen wie die Panzerabwehrrakete <a href="MILAN" title="MILAN">MILAN</a> oder Geschosse von <a href="Panzerfaust" title="Panzerfaust">Panzerfäusten</a> können auch von der Schulter eines Soldaten oder von einem mobilen <a href="Lafette" title="Lafette">Dreibein</a> aus abgefeuert werden. Die Mehrzahl der Raketen wird zum Starten über eine <a href="Startrampe_(Rakete)" title="Startrampe (Rakete)">Startrampe</a> verschossen. Hier ist ein <a href="Countdown" title="Countdown">Countdown</a> bis zum Abheben üblich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hängegleiter"><span id="H.C3.A4ngegleiter"></span>Hängegleiter</h3></div>

<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="H%C3%A4ngegleiter#Start" title="Hängegleiter">„Start“ im Artikel Hängegleiter</a></div>
<p>Beim Hangstart muss der Pilot eines <a href="H%C3%A4ngegleiter" title="Hängegleiter">Hängegleiters</a> die notwendige Geschwindigkeit für einen sicheren Start erreichen. Dabei hilft ihm die Neigung am Hang. Um den Startlauf auf unebenem Gelände zu erleichtern, sind in vielen Fluggeländen Startrampen angelegt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gleitschirme">Gleitschirme</h3></div>
<p>Im Unterschied zu anderen Fluggeräten bekommt der <a href="Gleitschirm" title="Gleitschirm">Gleitschirm</a> seine Form erst durch den Fahrtwind. Er wird vom Gleitschirmpiloten auf einer Wiese ausgelegt und dann ähnlich wie ein <a href="Drachen" title="Drachen">Drachen</a> steigen gelassen. Dabei füllt sich der Schirm mit Luft und bekommt die Form eines gebogenen Flügels. Anschließend steht der Schirm steil über dem Piloten. Bei ausreichend Wind kann der Pilot den Schirm längere Zeit in dieser Position halten und mit den Bremsleinen kontrollieren. Zum eigentlichen Start gibt der Pilot die Bremsleinen frei und läuft hangabwärts. Nach wenigen Schritten wird er vom Boden weg gehoben. Für den Start benötigt man einen steilen Hang mit genügend baumloser Fläche, auf der der Gleitschirm ausgelegt werden kann.
Gleitschirme können auch mit einer <a href="Windenstart" title="Windenstart">Winde</a> gestartet werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Unterstützung"><span id="Unterst.C3.BCtzung"></span>Unterstützung</h2></div>
<p><a href="Autopilot" title="Autopilot">Autopiloten</a> sind in der Zivilluftfahrt für die Abwicklung des gesamten Startprozesses nicht zugelassen. Es gibt jedoch verschieden automatisierte Systeme (bei Verkehrsflugzeugen beispielsweise automatische Triebwerksteuerung im Take-Off/Go-Around-Modus <a href="TOGA" title="TOGA">TOGA</a>) sowie die <a href="Fluglotse" title="Fluglotse">Fluglotsen</a>, die den Piloten beim Start mit Informationen unterstützen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ablauf_im_Cockpit">Ablauf im Cockpit</h2></div>

<p>Dieser Abschnitt beschreibt den Start eines herkömmlichen Strahlflugzeugs aus der Sicht der <a href="Pilot" title="Pilot">Piloten</a>.
</p><p>Vor dem Start werden Berechnungen durchgeführt, um das maximale Abfluggewicht zu erhalten. Dieses Gewicht, in der Fachsprache <a href="H%C3%B6chstabfluggewicht" title="Höchstabfluggewicht">Höchstabfluggewicht</a> (MTOW), hängt von der Triebwerksleistung, Umwelteinflüssen wie Wind, Temperatur, Luftdruck, und der Beschaffenheit und Länge der Startbahn ab. Nach Abschluss der Beladung wird mit dem tatsächlichen Abfluggewicht, in der Fachsprache <i>Actual Take Off Weight</i>, eine Berechnung zur Festlegung der Geschwindigkeiten V<sub>1</sub>, V<sub>r</sub> und V<sub>2</sub> und zur Reduzierung des Startschubes, falls zulässig, durchgeführt.
</p><p>Noch am Boden steht das Flugzeug auf einer Parkposition, die es entweder aus eigener Kraft oder mit Hilfe eines <a href="Flugzeugschlepper" title="Flugzeugschlepper">Flugzeugschleppers</a> verlassen kann. Über das <a href="Rollbahn" title="Rollbahn">Rollbahnsystem</a> erreicht es dann eine Position vor der Startbahn. Auf dem Weg zur Startbahn wird eine <a href="Checkliste_(Luftfahrt)" title="Checkliste (Luftfahrt)">Checkliste</a> abgearbeitet, wobei abhängig vom Flugzeugtyp diverse Überprüfungen (Bremsen, Ruder) durchgeführt und die Startklappen auf die vorberechnete Stellung ausgefahren werden. Ebenso wird ein eventuell vorhandenes automatisches Bremssystem so eingestellt, dass es im Falle einer abrupten Triebwerksleistungsreduzierung durch die Piloten automatisch den Bremsvorgang einleitet (<a href="Rejected_Take-Off" class="mw-redirect" title="Rejected Take-Off">Rejected Take-Off</a>). Nachdem die Piloten die Freigabe dazu erhalten haben, rollen sie auf die Bahn (engl.: <i>line up</i>) und richten das Flugzeug an der Startbahnmitte aus. Außerdem werden unabhängig von der Tageszeit die <a href="Fahrzeugscheinwerfer#Luftfahrzeuge" title="Fahrzeugscheinwerfer">Landescheinwerfer</a> eingeschaltet.
</p><p>Jetzt beginnt der eigentliche Startvorgang; nach erhaltener Startfreigabe wird die Triebwerksleistung per <a href="Schubhebel" title="Schubhebel">Schubhebel</a> zunächst auf ca. 50&nbsp;% erhöht und nach einem kurzen Check, ob die Triebwerke störungsfrei laufen, auf das Maximum oder eine berechnete reduzierte Startleistung gebracht. Nun beschleunigt das Flugzeug entlang der Bahnmitte. Bei einer Geschwindigkeit von 80&nbsp;Knoten wird diese vom <i><a href="Pilot_not_flying" class="mw-redirect" title="Pilot not flying">Pilot not flying</a></i>, dem nicht fliegenden Piloten, ausgerufen. Dies dient der Überprüfung, ob beide <a href="Fahrtmesser" title="Fahrtmesser">Fahrtmesser</a> ordnungsgemäß funktionieren. Der nächste Ausruf erfolgt bei der <a href="V1_(Geschwindigkeit)" title="V1 (Geschwindigkeit)">Entscheidungsgeschwindigkeit</a> (v<sub>1</sub>). Ist diese überschritten, darf der Start auch beim Ausfall eines Triebwerks (einer Maschine mit zwei oder mehr Triebwerken) nicht mehr abgebrochen werden. Der <a href="Pilot_flying" class="mw-redirect" title="Pilot flying">pilot flying</a> nimmt, als erkennbares Zeichen den Start dann nicht mehr abzubrechen, seine Hand vom Schubhebel um diesen, im Falle eines Defektes, nicht reflexartig zurückzuziehen. Allerdings wird noch nicht sofort abgehoben; erst nachdem die Geschwindigkeit v<sub>R</sub> erreicht wird, erfolgt der Ausruf „<i>Rotate!</i>“. Nun wird die Nase leicht angehoben und das Flugzeug hebt ab. Nach dem Erreichen einer positiven <a href="Steigrate" class="mw-redirect" title="Steigrate">Steigrate</a> wird das Fahrwerk eingefahren; bei v<sub>2</sub> kann ein sicherer Steigflug fortgesetzt werden. Ab einer jeweils festgelegten Höhe, die meist zwischen 300 und 1500 Meter liegt, wird normalerweise die Geschwindigkeit erhöht, um die Startklappen einfahren zu können, ohne dass es zu einem Auftriebsverlust kommt. Nun wird wieder eine Checkliste abgearbeitet, nach deren Abschluss aus der Sicht der Cockpitbesatzung der Start abgeschlossen ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Risiken">Risiken</h2></div>

<p>Beim Start erzielt ein Flugzeug eine hohe Geschwindigkeit zu einem Zeitpunkt, an dem es gerade noch nicht flugfähig ist, aber einen Großteil der befestigten Piste bereits hinter sich hat. In diesem Augenblick, und auch im Moment des Abhebens selbst, sind Störungen technischer oder menschlicher Natur besonders folgenschwer. Das <a href="Zeitfenster" title="Zeitfenster">Zeitfenster</a>, das zur Verfügung steht, um einen Fehler zu erkennen und zu korrigieren, ist sehr kurz.
</p><p>Neben Gegenständen (z.&nbsp;B. kreuzende oder entgegenkommende Flugobjekte, vgl. <a href="Kollisionskurs" title="Kollisionskurs">Kollisionskurs</a> oder Tiere, vor allem Vögel, vgl. <a href="Vogelschlag" title="Vogelschlag">Vogelschlag</a>) sind vor allem starke Winde bzw. <a href="Windb%C3%B6" class="mw-redirect" title="Windbö">Windböen</a> ein Risiko beim Start. Des Weiteren können <a href="Fl%C3%A4chenenteisung" title="Flächenenteisung">Eis und liegenbleibender Schnee</a> in größeren Mengen auf der <a href="Startbahn" class="mw-redirect" title="Startbahn">Startbahn</a> oder auf den Flügeln/Tragflächen des Fluggerätes sowie Mängel in der Beschaffenheit der Startbahn (Unebenheit, <a href="Strauch" title="Strauch">Busch</a>) den Start von Flugzeugen erheblich erschweren.
</p><p>Eine Herausforderung bei Start und Landung sind starke <a href="Seitenwind" title="Seitenwind">Seitenwinde</a>. Rumpf und <a href="Seitenleitwerk" title="Seitenleitwerk">Seitenleitwerk</a> bieten Seitenwind eine große Angriffsfläche. Seitenwind stört die <a href="Laminare_Str%C3%B6mung" title="Laminare Strömung">laminare Strömung</a> und kann <a href="Turbulente_Str%C3%B6mung" title="Turbulente Strömung">Turbulenzen</a> (Verwirbelungen/Querströmungen) an Flugzeugteilen verursachen.
</p><p>Wenn der Pilot beim Start sein Flugzeug zu abrupt hochzieht, kann es zum Aufsetzen des Hecks auf den Boden kommen (<a href="Tailstrike" title="Tailstrike">Tailstrike</a>). Manche Flugzeuge haben zu dessen Vermeidung ein Rad (<a href="Tailbumper" title="Tailbumper">Tailbumper</a>).
</p><p>Weitere Windprobleme sind Rückenwind und <a href="Downburst" title="Downburst">Downbursts</a>. Wird nicht genügend Abstand zum kurz zuvor gestarteten Flugzeug gehalten, bestehen Risiken durch <a href="Wirbelschleppe" title="Wirbelschleppe">Wirbelschleppen</a>. Bei einem zu großen <a href="Anstellwinkel" title="Anstellwinkel">Anstellwinkel</a> kann es zu einem <a href="Str%C3%B6mungsabriss" title="Strömungsabriss">Strömungsabriss</a> („Stall“) kommen.
</p><p>Bei kritischen <a href="Parameter_(Mathematik)" title="Parameter (Mathematik)">Parametern</a>, Zwischenfällen oder bei <a href="Kollisionskurs" title="Kollisionskurs">Kollisionskursen</a> kann der Pilot bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit (<span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle v_{1}}">
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</p><p>Bei Rückenwind muss das Flugzeug beim Abheben eine um die Geschwindigkeit des Windes erhöhte Geschwindigkeit gegenüber dem Boden haben. Das verlängert die Rollstrecke und den <a href="Bremsweg" title="Bremsweg">Bremsweg</a> im Fall eines Startabbruchs. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Räder ihre Maximalgeschwindigkeit überschreiten. Daher ist in der Zulassung für jedes Flugzeug eine maximale Rückenwindstärke festgelegt. In der <a href="Passagierluftfahrt" title="Passagierluftfahrt">Passagierluftfahrt</a> sind dies zwischen 10 und 15 <a href="Knoten_(Einheit)" title="Knoten (Einheit)">Knoten</a>. Spätestens ab dieser Windstärke, oder auf Verlangen des Piloten, wird die Startbahn in entgegengesetzter Richtung betrieben, wodurch aus dem Rückenwind ein Gegenwind wird.
</p><p>Hängegleiter und Gleitschirmpiloten starten selbst bei schwachem Rückenwind nicht, weil sie dann im <a href="Luv_und_Lee" title="Luv und Lee">Lee</a> des Berges sind und ins Lee starten würden. Dort ist die Luft oft verwirbelt und es gibt <a href="Fallwind" title="Fallwind">Fallwinde</a>.
</p><p>Statistisch gesehen ereignen sich beim Start verhältnismäßig wenig tödliche Unfälle. Über die Hälfte aller Unfälle mit Todesopfern ereignen sich während des <a href="Landeanflug" title="Landeanflug">Landeanfluges</a>, nur 17&nbsp;% beim Start<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Durchstarten" title="Durchstarten">Durchstarten</a> (go-around)</li>
<li><a href="Fehlanflug" title="Fehlanflug">Fehlanflug</a> (missed approach)</li>
<li><a href="Flugsteuerung" class="mw-redirect" title="Flugsteuerung">Flugsteuerung</a> (flight control)</li>
<li><a href="Flugnavigation" title="Flugnavigation">Flugnavigation</a> (air navigation)</li>
<li><a href="STOL" title="STOL">STOL</a> (Short Take Off and Landing)</li>
<li><a href="VTOL" class="mw-redirect" title="VTOL">VTOL</a> (Vertical Take Off and Landing)</li>
<li><a href="Startleistung_(Flugzeug)" title="Startleistung (Flugzeug)">Startleistung</a></li>
<li><a href="CATOBAR" title="CATOBAR">CATOBAR</a> (Catapult Assisted Take Off But Arrested Recovery)</li>
<li><a href="Alarmrotte" title="Alarmrotte">Alarmrotte</a> (Bereitschaftsdienst bei der militärischen Luftfahrt)</li>
<li>Wird rasch nach dem Start eine <a href="Landung" title="Landung">Landung</a> am selben Flugplatz eingeleitet, typisch mittels einer halben Platzrunde, spricht man in Österreich von einer Rücklandung.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Wilfried Kopenhagen: <i>Lexikon der Luftfahrt</i>, Transpress, 743 S., 6. Aufl., 1991, ISBN 3-344-70711-6.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Starts_in_aviation?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Starts in der Luftfahrt</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Abflug" class="extiw external" title="wikt:Abflug">Wiktionary: Abflug</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Start" class="extiw external" title="wikt:Start">Wiktionary: Start</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090101144409/http://www.luftfahrt.net/download/download.php?lnet=f3dr&amp;type=video&amp;id_go=33">Das Video eines startenden Airbus A300 in FRA (Piste 25R) aus Cockpitsicht (www.luftfahrt.net), 5,1 MB</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 1. Januar 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070926221319/http://weltderwunder.rtl2.de/wdw/LuftfahrtWelt/Fluggeraete/Senkrechtstarter/?ID=nav_it_b">Artikel über moderne und ältere Senkrechtstarter (Welt der Wunder / RTL2)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 26. September 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090305144429/http://luftfahrtgeschichte.com/zepstart.htm">Beschreibung des Starts eines Luftschiffes (luftfahrtgeschichte.com)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 5. März 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=Jz8UORc-1B4">Komplette Video- und Audiodokumentation für einen Start einer Boeing 747-400 aus Cockpitsicht (youtube.com, nur O-Ton, Länge 5′54″)</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.intlaviationstandards.org/Documents/PhaseofFlightDefinitions.pdf">Phase of Flight: Definitions and usage notes</a> CAST/ICAO Common Taxonomy Team (CICTT) (englisch), abgerufen am 19. Januar 2021.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.gyroplanepassion.com/Prerotator.html">Beschreibung verschiedener Prerotation-Vorrichtungen</a> (abgerufen am 25. November 2013, englische Sprache)</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150823033326/http://www.boeing.com/resources/boeingdotcom/company/about_bca/pdf/statsum.pdf#search=%22Biman%20Bangladesh%20Airlines%20DC-10%20crash%22">boeing.com</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 23. August 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)<span style="display:none;">Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt</span><span class="error Linkwartung" style="display:none"> Linktext fehlt.</span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://salzburg.orf.at/stories/3175336/">Offene Tür bei Business-Jet: Pilotin kehrt um</a> orf.at 26. September 2022, abgerufen am 26. September 2022.</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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